| Simon Öller: Langweilig wird es niemals (Teil 2) |
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| Geschrieben von Oliver Jungwirth | |
| Sonntag, 1. Juni 2008 | |
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Musikmagazin.at: Ich wusste gar nicht, dass sich in Bezug auf "harte Musik" hier in der Gegend so viel tut.
Simon Öller: Ja, doch. Da gibt es momentan einige gute Bands, die da gerade durchgestartet sind. THE SORROW zum Beispiel oder BEFORE THE FALL und LOST DREAMS.Musikmagazin.at: Apropos durchstarten, ich habe mich mal im Netz ein wenig umgesehen und muss sagen, dass SCARS: INCOMPLETE ja auch überall ziemlich gut wegkommt. Simon Öller: Ja, das freut uns auch (grinst breit).Musikmagazin.at: Und was ist die "Negative Action Group"? Simon Öller: Das ist eine Gruppe, die wir zusammen mit den ehemaligen MORTUS, OLEMUS und JACK FROST gegründet haben, damit sich auch konzerttechnisch und untereinander mehr tut. Jürgen hat da einen ganz guten Draht zum Posthof und daraus hat sich auch die METAL OVERDOSE-Konzertreihe entwickelt.Musikmagazin.at: Und wie kann man da beitreten? E-Mail mit Anfrage reicht? Simon Öller: Ja, genau so unkompliziert geht das, zumindest als Forum-Mitglied. Bands wollen wir zurzeit mal keine mehr in den engen Kreis aufnehmen, weil wir schon 14 sind, aber wie gesagt Bandmitglieder oder auch andere Interessierte können sich unter www.negativeactiongroup.at anmelden und da gibt's viele Möglichkeiten wo man sich austauschen kann. Die NAG wurde mittlerweile eine super Plattform für junge Bands, die sich Tipps holen wollen, von anderen Bands, die schon ein wenig Erfahrung haben. Es ist auch praktisch, wenn man zB Gemeinschaftskonzerte veranstalten will. Ihr spielt bei uns, wir organisieren hier alles, dann kommen wir zu euch, dort organisiert ihr alles. Das geht wirklich unkompliziert und gut. Aber auch wenn es um andere Sachen geht, wie CD-Aufnahmen, oder Werbung für eine Band oder ein Album, man unterstützt sich halt gerne gegenseitig. Musikmagazin.at: Klingt sehr harmonisch. Gibt's so etwas wie Konkurrenzdenken?
Simon Öller: Naja, es kommt immer wieder mal vor, dass irgendjemand im Forum zu streiten beginnt, aber das gibt es erstens überall und zweitens hält es sich in Grenzen. Man versucht halt sich gegenseitig mehr oder weniger auszuhelfen.Musikmagazin.at: Und wie kam die Idee auf, zu diesem "A Fistful Of Music"-Sampler? Simon Öller: Naja, wir haben halt einfach überlegt, was können wir tun, damit wir auf uns aufmerksam machen. Wir haben dann eine Kick-off-Party veranstaltet und zeitgleich diesen Sampler veröffentlicht.Musikmagazin.at: Da steht "Volume 1" drauf, heißt das, dass ein zweiter Teil kommen wird? Simon Öller: Vermutlich, ich kann dir aber nicht sagen, wann ... (lacht) Simon Öller: OLEMUS war am Anfang in Richtung Gothic unterwegs, aber das stimmt nicht mehr so ganz. Jetzt geht es eher in die Dark Metal-Sparte. Ein bisschen PARADISE LOST ein bisschen FEAR FACTORY ... aber es entwickelt sich mittlerweile in eine ganz eine eigene Richtung. Die Hauptsache war für uns immer, so viel Emotionen wie möglich hineinzupacken. Die neuen Ideen, die wir jetzt für OLEMUS haben gehen sogar schon ein wenig vom Metal weg - in Richtung Pop … hätte ich schon fast gesagt ... aber die Texte werden schon noch sehr depressiv gehalten...Musikmagazin.at: ... klassisch, kann man da fast sagen... Simon Öller: Die schreibt der Robert, aber die sind echt gut, muss man sagen. Und die Musik ... (sucht nach Worten)Musikmagazin.at: Ist dir ANATHEMA ein Begriff? Kann man sich das so vorstellen? Oder ist das schon zu poppig? Simon Öller: Naja, die Richtung, eventuell, aber doch mehr verzerrte Gitarren. Also auf der letzten EP ist die Musik ein wenig mehr Richtung SOILWORK gegangen, und wenn du dir jetzt die Entwicklung von älteren Nummern zu den neuen vor Augen hältst, dann kannst du dir vorstellen, wie es weitergehen könnte. Das ist für uns selbst auch immer überraschend, in welche Richtung es letztendlich geht.Musikmagazin.at: Ich sehe gerade, dass die EP auch im Zigzound aufgenommen wurde, so wie die von IN SLUMBER. Gratulation übrigens zu der sehr guten Produktion, die ist verdammt druckvoll ... das Cover ist übrigens auch ein Hammer. Simon Öller: Danke! Die Covers von OLEMUS und IN SLUMBER hat beide Robert gemacht. Und bei IN SLUMBER war das ziemlich ... spannend.Musikmagazin.at: Die Geschichte vom Cover oder von den Aufnahmen? Simon Öller: Beides! Die vom Cover steht eh hinten kurz im Booklet, Aber zu den Aufnahmen: Es war spannend in einem Studio aufzunehmen und dann in ein anderes zum Mischen zu fahren, wir wussten ja selbst nicht, wie das dann klingen wird ... aber die Rechnung ging auf.Musikmagazin.at: Wie seid ihr zu Zigzound gekommen? Plattenfirma? Simon Öller: Nein, der Manuel hat Ziggy von Zigzound einfach angeschrieben. Ziggy hat früher bei HATESPHERE mitgespielt und hat gleich zurück geschrieben, wir haben für eine EP einen Spezialpreis bekommen, sind hingefahren und haben nebenbei gleich ein wenig Urlaub gemacht. Das war jetzt nicht so schlimm vom Geld her. Musikmagazin.at: Also Urlaub mit Aufnahmen und Mischen.
Simon Öller: Ja, genau. Wir waren eine Woche oben in Dänemark, es hat sehr rasch gehen müssen und wir haben dann in drei Tagen drei Nummern aufgenommen, dann einen halben Tag gemischt ... und dann ist der Computer kaputt gegangen (seufzt) ... aber es ist sich dann irgendwie ausgegangen. Wir hatten Glück, weil wir nichts neu aufnehmen mussten. Die Daten sind erhalten geblieben.Musikmagazin.at: Wie sieht es mit Plattenvertrag aus? Hat OLEMUS einen? Simon Öller: Nein, leider nicht. Wir haben zwar viele angeschrieben, bekamen aber so gut wie keine Rückmeldungen, also haben wir das als Zeichen genommen und auf IN SLUMBER zu konzentrieren.Musikmagazin.at: Wo es dann sehr schnell ging. Simon Öller: Ja, Es war ein Optionsvertrag auf das erste Album. Es war also noch nicht sicher, ob wir dabei bleiben, aber immerhin… und jetzt ist es schon fix, dass wir auch eine zweite CD über Massacre rausbringen können.Musikmagazin.at: Also zufrieden mit der Promotion? Simon Öller: Ja. Und sie sind zufrieden mit dem Verkauf. Also sind beide Seiten glücklich. Es sind auch viele Bands in der Zeit, in welcher wir dazugekommen sind, dazu gestoßen, aber die sind der Reihe nach wieder rausgefallen. Wir sind allerdings noch immer dabei.Musikmagazin.at: Was ein gutes Zeichen ist. Und schon überlegt, ob ihr OLEMUS auch wo unterbringt? Simon Öller: Puh, das haben wir bis jetzt noch nicht so richtig angedacht. Wir haben uns überlegt, dass wir das einfach auf uns zukommen lassen. Wir haben zwar eventuell eine Firma an der Hand, die das machen würde, aber ich will nicht vorschnell irgendwas bekannt geben.Musikmagazin.at: Verstehe ich. Da tut sich ja einiges. Simon Öller: Ja, das stimmt schon, aber in erster Linie bleiben wir jetzt mal auf die neue IN SLUMBER-CD konzentriert und wir sind da guter Dinge. Also bereits die ersten Nummern, die der Wolfgang geschrieben hat, waren schon sehr gut, aber er meinte "Nein, das wird noch besser, die sind noch nicht gut genug." Und dann hat er sie weggeschmissen und ich hab mir gedacht: "Nein, das gibt's nicht!" und dann hat er aber NOCH BESSERE in Anschluss geschrieben und wow, das geht so weiter. Wolfgang hat schon fünfzehn Ideen gesammelt und ich habe zwei an denen wir zurzeit im Proberaum zu arbeiten beginnen. Musikmagazin.at: Das bedeutet momentan schreibt er Zuhause die Nummern und du im Proberaum, oder wie? Gibt es gemeinsame Proben?
Simon Öller: Wir konnten in letzter Zeit nicht gemeinsam proben, weil der Schlagzeuger mit EDENBRIDGE ein Monat auf Tour war, aber jetzt legen wir so richtig los.
Hier geht es zum DRITTEN UND LETZTEN TEIL des Interviews, in welchem Simon über sein Akustik-Projekt 7on's Rastgarden, Filmmusik, Kurzfilme, Erinnerungen und alte H elden spricht. Links: Kommentare (0)
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