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Circus Maximus: The First Chapter Drucken E-Mail
Geschrieben von Oliver Jungwirth   
Sonntag, 15. Mai 2005
Circus Maximus: The First Chapter Um die Sache kurz und übersichtlich zu halten, hier mal ein "etwas anderes" Review. Hehe.

Zwölf Fakten zu „the first chapter“ von CIRCUS MAXIMUS.

Punkt 1: Die Musik ist kurz und bündig: Progressive Metal.
Punkt 2: Abwechslung wird groß geschrieben.
Punkt 3: Die Laut/Leiser-Dynamik wird gut genutzt.
Punkt 4: Alle Musiker beherrschen ihre Instrumente verdammt gut.
Punkt 5: Der Opener ist ein richtiges "In-the-face"-Metalbrett.
Punkt 6: Die obligatorische Ballade trifft punktgenau auf die Tränendrüse.
Punkt 7: Wenige der Songs dauern unter sechs Minuten, keiner unter vier.
Punkt 8: Der Titeltrack ist episch, pompös, ruhig und krachig und dauert 20 Minuten.
Punkt 9: Es gibt ein fünf Minuten zweiundzwanzig Sekunden Instrumentalstück.
Punkt 10: Der Titeltrack handelt von der Reise eines Mannes durch eine Sandwüste.
Punkt 11: Sänger Michael hat eine Stimme, die ein wenig an bekanntere Kollegen erinnert.
Punkt 12: "the first chapter" ist das  Debutalbum der Truppe.

Zwölf Kriterien, die Sie erfüllen müssen, damit Ihnen diese CD gefällt:

1. Sie dürfen noch nicht allzu lange (maximal drei oder vier Jahre) in der Prog-Rock-Szene unterwegs sein.
2. Sie dürfen die Alben von ROYAL HUNT nicht auswendig mitpfeifen können.
3. Sie dürfen die (ersten vier) BLIND GUARDIAN nicht lieben.
4. Sie dürfen nichts gegen Gitarrengefrickel haben.
5. Sie haben einen Hang zu komplexen Songstrukturen.
6. Sie erfüllen Punkt 2 & 3 nicht, bezeichnen jedoch "kopierte Musikteile" nicht als "Klau" sondern als "Inspiriert von …"
7. Sie haben weniger als acht Prog-Rock/Metal-Platten in Ihrer CD-Sammlung.
8. Sie werden diese CD nicht mit (wie im Promo-Material beworben) mit DREAM THEATER vergleichen.
9. Sie freuen sich über neue Gesichter in der Szene und wollen diese selbstlos unterstützen.
10. Sie haben versucht ohne Prog-Rock zu leben, kaufen aber trotzdem alles, was auf diesem Sektor erscheint.
11. Für Sie ist Durchschnittsware (auch als Debut) schon gut genug, weil Durchschnitt immerhin schon besser ist als "schlecht".
12. Es reichen Ihnen ein oder zwei gute Songs (was in diesem Fall ja 50% der Laufzeit des Albums sein könnten) pro Album um es zu kaufen.

Anspieltipps: "Sin", "Silence From Angels Above", "Why Am I Here"

Résumé: Für ein Debutalbum eine beachtliche Leistung, wenn man auch ganz deutlich heraushört von welchen Bands CIRCUS MAXIMUS beeinflusst wird. Handwerklich gut gemachter Prog-Rock, mit Spielfreude eingespielt und gut produziert (von Tommy Hansen gemischt). Unter Strich wird jedoch viel auf Altbewährtes gesetzt, was nichts schadet, aber auch nicht aus der Masse hervorstechen lässt.

Andererseits: Wer kann es sich schon leisten ein 10-Minuten-Lied ("Haunted Dreams") als Bonus-Track auf eine CD stellen? Wohl die wenigsten.

VÖ: 16. Mai 2005

Tracklist:

  1. SinCircus Maximus: The First Chapter
  2. Alive
  3. Glory Of The Empire
  4. Biosfear (Instrumental)
  5. Silence From Angels Above
  6. Why Am I Here
  7. The Prophecy
  8. The 1st Chapter
  9. Haunted Dreams (bonus track)

Links:

 

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