Ecliptica: Ecliptified

Das dritte Album der 2007 in Wien gegründeten Band ECLIPTICA hört auf den Namen „Ecliptified“ und zelebriert den Heavy Rock. Ein Gesicht, dass der Band außergewöhnlich gut steht. Und bei all den Verweisen auf ROCK ´N´ ROLL in den Songtiteln kann das Teil ja nur richtig Gas geben, oder?

Die Wiener Metal-Truppe

Die sechsköpfige Truppe aus Wien hat sich in ihrer (fast) 10jährigen Laufbahn doch um einiges weiterentwickelt. Hat der Erstling „Impetus“ bei mir noch keine große Begeisterung ausgelöst, so gefiel mir „Journey Saturnine“ schon um einiges besser. Das 2016-er Album „Ecliptified“ macht dann auch noch mal eine ganze Ecke mehr Spaß.

Zum einen konzentriert die Band sich auf eingängige Leads, rockende Riffs und – was bei einem Sänger-Sängerin-Gespann ja nicht ganz unwichtig ist – auf die Gesangsmelodien und die Abwechslung dabei.

Metal ´n`Roll

Auch wenn die Band ihren Sound als Mischung von Heavy Metal und Rock ´n´ Roll beschreibt, so geht die Tendenz auf dem neuen Album klar in Richtung Rock, sicher – verzerrte Gitarren, Heavy Riffs, aber das Feeling ist ganz klar Rock. Dazu trägt auch die Tatsache, dass Sängerin Sandra immer wieder mal wie eine (gute) Kopie von Doro klingt (als auch die noch gut war) und Tom betont dreckig singt, ihren Teil dazu bei. Glam Rock, beinahe. Keine Ahnung, wie bekannt die Truppe in Restösterreich ist, aber ich dachte mir immer wieder Mal, dass Red Machete (aus Linz) mit Ecliptica eine verdammt geniale Konzertkombination abgeben würden. (Hey – solltet ihr das lesen: Macht das doch bitte Mal!)

Starke Songs, schwache Produktion

Der Opener „Welcome To The Show“ macht schon recht deutlich klar wohin die Reise geht und man hört auch sofort die rockigen und groovenden Leads und Breaks. Was man allerdings auch hört – und das finde ich absolut schade – ist der fehlende Druck in der Produktion. So scheint mir alles auf die beiden VokalistInnen zugeschnitten zu sein – deren Stimmen (so gut sie sich ergänzen) pflastern alles zu. Lautere Gitarren, mehr Druck hinter der Musik als hinter den Stimmen hätte der Platte absolut gut getan.

So bleiben eine Reihe starker, dreckiger, rauchiger Glam-Rock-Songs, die ziemlich eingängig sind, aber leider nicht genug Power haben, um vollends zu überzeugen. Das ist aber nichts, was man live nicht ausmerzen könnte – und live glaube ich tritt die Truppe gewaltig in den Hintern.

Mein persönliches Fazit

Wie gehabt – konzentriert euch beim Musikvideo unten primär auf die Musik und ignoriert das Video. Wer mit „Welcome To The Show“ warm wird: Kaufen. Sofort. Der Rest des Albums wird euch genauso gut gefallen. (Einzige Ausnahme meinerseits: „Sleeping in My Car“ von Roxette zu covern ... das war keine gute Idee. Das „Make-Over“ passt einfach nicht zu dem Song, sorry. )

Erscheinungsdatum: 15. Jänner 2016

Das Album gibt es als CD (mit Bonustrack) als auch als MP3-Download.

Tracklist:

  1. Welcome To The Show
  2. Hate The Pain
  3. Round ´n´ Round
  4. Road To Nowhere
  5. One For Rock ´n´Roll
  6. Need Your Love
  7. Persephone
  8. Hero Of The Day
  9. Trip
  10. Rock ´n´ Roll Medication
  11. No Surrender
  12. For Good
  13. We Rock
  14. Sleeping In My Car (Bonus Track CD)

Musikvideo zu „Welcome To The Show“:

 

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