| Heavenly: Carpe Diem |
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| Geschrieben von Oliver Jungwirth | |
| Sonntag, 10. Januar 2010 | |
Ich bin mir nicht sicher, ob ich lachen oder weinen soll. Einerseits haben HEAVENLY mit "Carpe Diem" das peinlichste Plattencover 2009 geschaffen. Andererseits bemüht man sich um musikalischen Anspruch. Und die Melodic Metal-Kapelle bringt das nicht mal so schlelcht hin. Kracher wie der Opener "Carpe Diem" oder "Full Moon" sind nämlich richtig gut zum Abrocken. Und das betrifft auch den großteil der restlichen Songs auf "Carpe Diem", aber zwei Riesenprobleme muss man dem Album einfach auch zugestehen: Zum Einen ist das Cover wohl einem spätpubertären Hirn entsprungen, das gerne mal einen flotten Dreier machen, oder zumindest den Cousinen beim Küssen zugucken möchte, nur traut man(n) sich's Mama nicht sagen (das ist richtig Metal, Freunde! *seufz*). Und wenn es gut gezeichnet wäre, dann wäre es ja noch okay, aber was vermutlich die "Vorstufe" zu einem Zungenkuss sein soll, sieht so aus, als würden sich die beiden die Zunge zeigen. Das geht besser. Zum Anderen (und Wichtigerem) gibt es musikalisch doch ein paar Ausrutscher. Namentlich "Farewell", dass den Versuch einen auf QUEEN zu machen mächtig in die Hose geht. FREDDY MERCURY ist und bleibt unerreicht. Und was "Ode To Joy" soll ist mir auch nicht ganz klar. Die Idee an sich ist witzig, aber musikalisch nervt das Teil einfach nur. Ansonsten steuert man brav in Fahrwasser von Ikonen á la HELLOWEEN oder PRIEST oder von mir aus sogar AVANTASIA/EDGUY, erreicht aber nie deren Niveau. Fazit: Grundsätzlich solides Power Metal Album, das leider an ein paar grundlegenden Dingen krankt (wie zum Beispiel der Selbstüberschätzung des Sängers). VÖ: 18. Dezember 2009 Tracklist:
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