Mindspeak: Pictures

Das Debutalbum der Wiener Prog-Rock-Truppe MINDSPEAK hört auf den Namen "pictures" und der Titel trifft den Nagel auf den Kopf - das Album lässt Bilder im Kopf entstehen und ruft zu einer Reise in die Welt von MINDSPEAK auf.

Die Bilder im Kopf, die Geschichte einer Frau

Obwohl das Album nur vier Nummern zu bieten hat (immerhin läuft das Album eine gute Stunde), haben die es in sich. Zwei Jahre lang hat die Truppe, bestehend aus Viktoria Simon (Gesang), Simon Nagy (Bass), Alex Clément (Gitarre), Christoph Kasparovsky (Keyboard, E-Orgel) und Gabriel Lahrmann (Schlagzeug), an dem Album gearbeitet und offen gesprochen: Wow. Wirklich wow. Als ich dann noch gelesen habe, dass die Mitglieder der Band zwischen 19 und 23 Jahren alt sind, war ich doch glatt eien zeitlang sprachlos.

Auch wenn der Pressetext davon spricht, dass die Jungs (und das Mädel) eigentständig klingen, so muss ich doch anmerken, dass man die Einflüsse von Dream Theater (und ein bisschen "alte" Pain Of Salvation) an alle Ecken und Enden hört - allerdings gelingt doch tatsächlich das Kunststück, dass diese Melodiebögen wie Dream Theater KLINGEN, aber nicht geklaut sind. Das muss man ihnen mal nachmachen. Auch die abwechslungsreichen Gesangspassagen, die Nutzung von weiblichen und männlichen Stimmen, passt super.

Eigenständigkeit mit bekannten Facetten

Hier muss ich aber leider auch das für mich einzige Manko an dem Album anbringen: Der Gesang. Die Gesangslinien sind, gerade in Kombination mit der abwechslungsreichen Musik, streckenweise extrem banal. Dazu kommt - und ich fühle mich bereits unfähr und wie ein A*******h, das überhaupt anzusprechen - das gesangstechnisch noch Nachholbedarf besteht. Unfair fühle ich mich deshalb, weil es einfach ist, auf SängerInnen hinzuhacken - eine Gitarre kann ich stimmen, wie ich will, das hat nichts mit meinen körperlichen Vorraussetzungen zu tun (naja, Finger sollte man schon haben ...), aber eine Stimme ist angeboren. Viktoria Simon hat eine Stimme, die super zur Band passt - sie gehört nur mehr geschliffen: Ihre Klangfarbe ist super und die Emotion stimmt auch (Wechselt ja nicht die Sängerin!).

Persönliches Fazit

Alles in allem kann ich nach einigen Durchläufen nur wiederholen: Wow. Wer auch immer mit Progressive Rock/Metal etwas anzufangen weiß: Besorgt euch dieses Album. Ihr werdet es garantiert lange Zeit im Player rotieren haben.

Erscheinungsdatum: 17. Jänner 2014

Tracklist:

  1. Into The Void
  2. Tragedy Of Perfection
  3.     I. Inconstant Scales
  4.     II. In The Still Of The Night
  5. The Big Sleep
  6.     I. Overture
  7.     II. Empty Faces
  8.     III. Balance
  9.     IV. A Stranger Coming Home
  10.     V. Kaleidoscope
  11.     VI. Letting Go
  12. Reawakening

Teaser zum Album auf YouTube:

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