Rhapsody Of Fire: Dark Wings Of Steel

Die italienischen „Symphonic Hollywood Metaller“ von RHAPSODY OF FIRE kehren mit ihren neuem Album „Dark Wings Of Steel“ wieder zurück auf Spur – mittlerweile ohne große „Konzeptstory“ dahinter.

Am Anfang stand die Fantasy-Story ...

Wir schreiben das Jahr 1997 und RHAPSODY OF FIRE bringen mit „Legendary Tales“ (damals hieß die Band noch „nur“ RHAPSODY) in den Handel. Die ersten vier Alben der Band wurden hauptsächlich von Luca Turilli (Gitarre) und Alex Staropoli (Keyboards) komponiert und erzählten die Geschichte eines klassischen Fantasyhelden in den „Enchanted Lands“. Die Tatsache, dass es sich um eine Reihe Konzeptalben handelte schränkte die Band und vor allem die Texte etwas ein. Es half allerdings auch ein neues Genre zu definieren, denn die Band setzte auf eine Mischung aus den klassischen Trademarks á la Gitarrenleads und volle Chöre, bauten aber auch lange Passagen mit Keyboards und Orchester ein, die dem ganzen einen besonderen Touch von Filmmusik gab.

2003 musste sich die Band aus rechtlichen Gründen von dem Namen „Rhapsody“ trennen und tauften sich in RHAPSODY OF FIRE um. 2012 stieg Luca Turilli aus der Band aus, um seine eigenen Wege zu gehen (unter dem kreativen Namen „Luca Turillis Rhapsody“).

... und dann war der Hauptautor weg

Die restliche Band, bestehend aus Keyboarder Alex Staropoli, Sänger Fabio Leone, Bassisten Oliver Holzwarth, Schlagzeuger Alex Holzwarth und dem neuen Gitarristen Rob De Micheli, hat erst einmal ein Live Album („From Chaos To Eternity“, 2013) veröffentlich und dann im Herbst bzw. November 2013 das neue Album „Dark Wings Of Steel“ nachgeschoben.

Und das dürfte die Gemüter spalten, denn zum einen ist der Weg vom Soundtrack wieder zurück in Richtung Heavy Metal ein in meinen Augen begrüßenswerter. Aber da liegt auch die Crux an der Sache, denn „Dark Wings Of Steel“ ist schaumgebremst, wie man so schön sagt.

Nach dem Intro ist der Opener „Rising From Tragic Flames“ der erste wirkliche und sehr gelungene Track, der an die alten, oben erwähnten ersten drei, vier Alben erinnert. Danach schaltet das Album in Summe einen oder zwei Gänge zurück und die Songs sind „Midtempo“. Sicher, Fabio Leone ist nach wie vor ein super Sänger (und der Akzent ist einfach ein Hammer). Auch die Band selbst ist natürlich nach wie vor 1A, auch der Neuzugang rockt gewaltig. Die Chöre sind passend und funktionieren immer noch.

Gibt es was Neues? Nicht so richtig. Die Songs sind weniger ausschweifend und gehen eher direkter ins Ohr.

Mein persönliches Fazit

Wer mit dem Story-Telling und Sprachbrücken zwischen den Songs früher nichts anfangen konnte, keine durchgehende Story braucht und auch die überlangen Orchester/Soundtrackpassagen nicht braucht, der oder die wird mit „Dark Wings of Steel“ sicher Freude haben. Als Melodic Metal absolut brauchbar. Als „Rhapsody Of Fire“ allerdings etwas ungewohnt.

Erscheinungsdatum: 22. November 2013

Tracklist:

  1. Vis Divina
  2. Rising From Tragic Flames
  3. Angel Of Light
  4. Tears Of Pain
  5. Fly To Crystal Skies
  6. My Sacrifice
  7. Silver Lake Of Tears
  8. Custode Di Pace
  9. A Tale Of Magic
  10. Dark Wings Of Steel
  11. Sad Mystic Moon
  12. A Candle To Light (Limited Edition)

Das Album gibt es als MP3-Download, als reguläres Album oder als Limited Edition mit Bonus Track.

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