Subsignal: The Beacons Of Somewhere Sometime

Das vierte Album der 2007 gegründeten SUBSIGNAL (ins Leben gerufen von ehemaligen SIEGES EVEN-Mitgliedern) hört auf den melancholisch-traurig-schönen Namen „The Beacons Of Somewhere Sometime“ und fällt durch eine Mischung aus modernem heavy E-Gitarren und klassichen/alten Prog-Rock positiv auf.

We’re not in Kansas anymore

Nachdem dies hier das erste SUBSIGNAL-Album ist, das ich höre, konnte ich nicht umhin als leicht grinsend festzustellen, dass es durchaus seine Vor- und Nachteile hat ein alter KANSAS-Fan zu sein (ihr wisst schon, die mit „Carry On, Wayward Son“ und „Dust In The Wind“). Der Vorteil liegt klar auf der Hand – ich fühlte mich bei SUBSIGNAL sofort Zuhause und wohl. Sänger Arno Menses erinnert mich mit seinem klaren Gesang und seinen Gesangslinien klar an die alten Meister. Auch die Mischung trägt zu diesem Vergleich bei, denn die Art und Weise, wie die „ruhigen“ Momente von der Band inszeniert sind, lässt immer wieder kurz die Inspiration/Vorbilder durchblitzen.

Der Nachteil ist halt, dass einem dann ein paar der Linien/Melodien bekannt vorkommen, auch wenn sie das in Wahrheit nicht sind, denn keine einzige Melodie ist (zumindest meiner Auffassung nach) wirklich von KANSAS geklaut, aber – und das ist das Witzige daran – sie KÖNNTEN es sein.

Und ja, das sollte man als Kompliment verstehen.

The Heavy in the Rock

Was dann die andere Seite von SUBSIGNAL betrifft, so sind es die teilweise ziemlich harten und düsteren Riffwände, die eingesetzt werden um einen Kontrast zu den zerbrechlich-schönen Momenten zu setzen. Das klingt jetzt fast wie eine Beschreibung alter MY DYING BRIDE-Alben – der Vergleich passt aber nicht.

SUBSIGNAL sind immer melodisch, schön und bewegen sich im Fahrwasser von 70iger Rock, der in meiner Welt ja in seinen besten Momenten vergleichbare neue Bands immer noch locker an die Wand spielt, und zelebrieren diesen mit dem Einsatz von harten Gitarrenwänden, die allerdings mehr zum Rhythmus und zur Atmosphäre beitragen, als wirkliches Heavy Metal-Feeling zu verströmen, denn bei all der Melancholie bleibt SUBSIGNAL immer eines. Im tiefsten Kern positiv.

Und alleine den (viergeteilten) Kracher „The Beacons Of Somewhere Sometime“ muss man schon mal gehört haben, um mitreden zu können.

Mein persönliches Fazit

Ich fasse mich ungewöhnlich kurz, denn für mich steht fest, dass man als Fan von Prog-Rock um SUBSIGNAL eigentlich nicht groß herumkommen kann. Spätestens mit „The Beacons Of Somewhere Sometime“ sollte man einsteigen und sich auf eine großartige Reise mitnehmen lassen.

Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2015

Das Album gibt es als CD, als Vinyl-Version und auch als MP3-Download.

Tracklist:

  1. The Calm Instrumental
  2. Tempest
  3. Time Out Of Joint
  4. And The Rain Will Wash It All Away
  5. Ashes Of Summer
  6. A Myth Written On Water
  7. Everything Is Lost
  8. The Beacons Of Somewhere Sometime Part I: Maelstrom
  9. The Beacons Of Somewhere Sometime Part II: The Path
  10. The Beacons Of Somewhere Sometime Part III: In This Blinding Light
  11. The Beacons Of Somewhere Sometime Part IV: A Canopy Of Stars
  12. Swansong (Bonus-Track)

Album-Trailer zu „The Beacons Of Somewhere Sometime“:

 

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