| The Murder Of My Sweet: Divanity |
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| Geschrieben von Oliver Jungwirth | |
| Freitag, 22. Januar 2010 | |
Irgendwie kommt einen das alles schon bekannt vor. Metalmusik mit Frauengesang. Zwei Videos bereits vor der Veröffentlichung des Albums. Promotion-Vorschusslorbeeren. Halten THE MURDER OF MY SWEET was versprochen wird? Um die Antwort gleich vorweg zu nehmen: Großteils ja. Teilweise nein.Daniel Flores und Angelica Rylin haben beim Songwriting vieles richtig und bei den Arrangements ein wenig was falsch gemacht. Die einzelnen Songs rocken und sind auch technisch einwandfrei gespielt und produziert. Einzig die Arrangements sind (teilweise) für meinen Geschmack ein wenig zu dick aufgetragen. Zeitweilig geht das zu Lasten des Songs. Die kurzweiligen Nummern "Follow The Rain" oder "Bleed Me Dry" oder "No Evil" geben ordentlich Gas, auch wenn man sich aufgrund des ganzen Pomps hin und wieder fragt, ob irgendwas übertüncht werden soll ... auch wenn die Antwort außen vor bleibt. In einem Stück durchgehört ist mir die Platte auch zu abwechslungsarm (so klingen "Bleed Me Dry" und "Destiny" schon ein bisschen gar ähnlich), aber - wie mir vor kurzem erklärt wurde - macht das heutzutage scheinbar eh niemand mehr, also wo zu darüber aufregen? Gesanglich gibt es ebenfalls nichts auszusetzen und Vergleiche mit EVANESCENCE dürfen zwar gern laut werden, halten sich in Wahrheit aber in Grenzen. THE MURDER OF MY SWEET bauen weit mehr auf Keyboards und Bombast mit einem Schuss mehr Modernität und weniger Pseudo-Gothic. Mich erinnern sie mehr an die alten GARBAGE-Sachen (auch wenn die morbide/depressive/kesse Faszination einer Shirley Manson fehlt). Beim letzten Lied namens "Death Of A Movie Star" hat man sich dann aber doch ein wenig überhoben und versucht ein kleines in sich geschlossenes Progmonster zu schaffen, dass mit Abwechlsungsreichtum vermutlich die Kreativität der Band unterstreichen soll ... was nicht unbedingt gelingt (dazu fehlen die zwingenden Melodien einfach), vor allem gegen Ende des Songs verzettelt man sich einfach, bis die davor wirklich guten Ansätze verblassen und man schließlich nur noch froh ist, wenn die Nummer aufhört. Der (Hallo, Promotiontext) Vergleich mit QUEENS "Bohemian Rhapsody" ist sicher werbewirksam, aber nicht gerechtfertigt.
VÖ: 29. Jänner 2010 Tracklist:
Links:
Video zu "Bleed Me Dry" auf YouTube:
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