Tracedawn: Lizard DuskTRACEDAWN legen ihr drittes Album vor und schlagen direkt in die Kerbe des "Melodic Death"-Metal. In Flames, irgendwer?

Ohne großartig darüber zu debattieren lasse ich den Vergleich mit IN FLAMES gleich mal wieder weg. Denn mit diesen Kalibar kann TRACEDAWN absolut nicht mithalten. Was die Finnen uns hier präsentieren, ist gut gemachter, neu-moderner Metal, der von der musikalischen Seite her sehr angenehm im Härtegrad daherkommt, ein paar feine Gitarrenparts mitbringt und alles in allem gute Laune macht.

Leider ist das Album als Ganzes ein wenig eintönig geworden, da ein großer Teil der Nummern immer dem gleichen Muster folgt. Da wäre absolut mehr drin gewesen. Noch dazu sind die Riffs teilweise ziemlich altbacken und alles andere als kreativ.

Schlicht is "Lizard Dusk" sicher nicht, aber eben nur etwas für wirkliche Fans des Genres, die einfach alles mit diesem Etikett haben/hören möchten.

Die Mischung aus cleanen und growligen Vocals ist gut getroffen und kann sich hören lassen, bleibt aber dann letztlich doch zu uneigentständig und eigentlich schaffen TRACEDAWN es nicht, die Spannung länger als drei Minuten pro Song am Leben zu halten.

Gottseidank wissen sie das und die Songs sind auch nicht wirklich länger - und dennoch hat man das Gefühl, dass die Jungs es besser können, wenn Sie sich nur ein wenig mehr Zeit gelassen hätten.

Fazit: Solider, bodenständiger Melodic Death Metal, der nicht viel Neues bietet, dafür aber auch keine Note lang enttäuscht.

Erscheinungsdatum: 17. Februar 2012

Tracklist:

  1. Tracedawn: Lizard DuskArabian Nights
  2. Breed Insane
  3. Sick Fire
  4. The Crawl
  5. You're Fired!
  6. Machine
  7. Nothing And Nowhere
  8. Thanks For Asking, I'm Just Obsessed
  9. Taught My Eyes To Lie

Links:

Video zu "Breed Insane" auf YouTube: