Lovely Days Festival am 09.07.2016 im Schlosspark Esterházy

Das Lovely Days Festival gastierte heuer erstmals in Eisenstadt, im wunderschönen Park des altehrwürdigen Schlosses Esterházy. Bei Traumwetter zelebrierten am vergangenen Samstag Musiklegenden, allen voran Deep Purple, einen unvergesslichen Nachmittag und Abend. Wie immer gibt es einige optische Eindrücke von den Konzerten.

Premiere im gediegenen Ambiente

Nach dem abrupten, und für viele überraschenden Aus in Wiesen sind die Nova Jazz and Blues Night und das Lovely Days Festival nach Eisenstadt übersiedelt. Im wunderschönen Schlosspark Esterházy, direkt hinter dem Schloss, wurde auf der leicht abfallenden Wiese das Festivalgelände aufgebaut. Umrahmt von schattenspendenen Bäumen bot sich ein wunderschöner Anblick. Das am Lovely Days Festival traditionell etwas ältere Publikum chillte auf Decken und lauschte interessiert den Bands. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, wobei durchwegs lokale Köstlichkeiten angeboten wurden. Beim Anblick der am Spiess rotierenden Sau lief einem augenblicklich das Wasser im Mund zusammen. Einen ebenso bleibenden Eindruck hinterließ die Presselounge. Im 2. Stock des altehrwürdigen Schlosses, mit herrlichem Ausblick auf das Gelände, wurden wir mit typisch burgenländischer Gastfreundlichkeit empfangen.

Alte Meister

Musikalisch war natürlich auch einiges los. Das Lovely Days Festival konnte auch heuer wieder mit einigen musikalischen Leckerbissen aufwarten! Schon am frühen Nachmittag ließ das Lineup keine Wünsche offen. Den Anfang machten Ten Years After, die ein wenig Woodstock Flair versprühten. Die britischen Bluesrocker bewiesen in beeindruckender Manier, dass ihre Musik auch nach nahezu einem halben Jahrhundert noch zeitlos klingt.

Selbiges gilt auch für The Sweet. Auch wenn von der Gründungsformation nur mehr Andy Scott übrig ist, ihre Hits kennt nachezu jeder! Für ganz besonders ausgelassene Stimmung sorgten Mother´s Finest. Die Band aus dem US-Bundesstaat Georgia rund um Joyce „Baby Jean“ Kennedy und Glen „Doc“ Murdock weiß schon seit Anfang der 70er jahre mit ihrer Mischung aus Rock, Funk und Soul zu begeistern.

Ein wenig aus der Reihe fielen die einzigen heimischen Musiker an diesem Tag, Seiler und Speer. Der Stimmung tat das natürlich keinen Abbruch. Anlassgemäß gekleidet, im Hippie-Look, gab die österreichische Band ihre Nummern zum Besten, den Besuchern hat es sichtlich gefallen! Danach war wieder Nostalgie angesagt. Ian Anderson, ehemals Frontman der legendären Jethro Tull, und seines Zeichens begnadeter Gitarrist und Flötist aus Großbritannien, gab sowohl Solonummern, als auch Jethro Tull Songs zum Besten. Stimmlich nicht mehr ganz so überzeugend wie früher, an den Instrumenten aber nach wie vor beeindruckend heizte er den rund 9000 Festivalbesuchern ein.

Das große Finale dieses überaus chilligen, hochsommerlichen Festivaltages im grünen Schlosspark bestritten Deep Purple. Die alten Herren aus England verstehen ihr Handwerk nach wie vor ausgezeichnet, und bescherten den Besuchern einen mehr als würdigen Abschluss des Festivals. Natürlich nicht fehlen durfte ihr allergrößter Hit „Smoke on the Water“, unbestriiten wohl einer der bekanntesten Rockhits weltweit.

Die Premierentage im Schlosspark mitten in der burgenländischen Landeshauptstadt sind mehr als gelungen, wir hoffen auf eine, besser noch mehrere Fortsetzungen in den nächsten Jahren!

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