The Rasmus Arena Wien 13.05.2012 Konzertbilder KonzertreviewSeit 17 Jahren mischen The Rasmus aus Helsinki die Rockszene auf und seit ihrem internationalen Durchbruchsalbum Dead Letters von 2003 kennt man sie in ganz Europa. Am Sonntag, den 13.05.2012 verschlug es die Alternativrocker nun auch wieder einmal nach Österreich, mit im Gepäck: das neue Album The Rasmus.

Überraschend viele Plätze waren frei, als ich eine Viertelstunde vor Konzertbeginn die Arena Wien betrat. Dafür war das altersmäßig sehr bunt gemischte Publikum bester Laune. Pünktlich um 20.00 Uhr betraten die Jungs von InMe die Bühne. Die Rasmus Fans reagierten anfangs sehr verhalten, was sich aber innerhalb weniger Minuten schlagartig änderte.

Die britische Rockband legte die Latte für das nachfolgende Konzert der Finnen ziemlich hoch. Mit humorvollen Gesprächen und fünf absolut hammermäßigen Songs - die geprägt waren von abgefahrenen Gitarrenriffs und der sanft-rauen Stimme des Frontmanns – begeisterten sie die Zuschauer. Die Halle füllte sich schlagartig bis in die letzten Reihen. Es wurde gerockt, getanzt, gejubelt. Der Schlagzeuger war eine Koryphäe auf seinem Gebiet – der Sound abwechslungsreich, provozierend, stark, fesselnd…
Wie einst Trapt als Vorband von The Rasmus einen gewaltigen Bekanntheitspush erlangte, hat nun auch InMe wieder einige neue Fans gewonnen, die allesamt hoffentlich starken Support betreiben werden.

Nach einer kurzen Wartezeit wurde es dunkel in der Arena. Ein glänzender Sternenhimmel auf den Videowalls tauchte die Halle in gedämpftes Licht, als die finnischen Musiker nun erschienen. Nach einer kurzen Begrüßung startete das Konzert etwas lasch mit Stranger, aber schon nach wenigen Songs, hatten auch The Rasmus das Publikum für sich gewonnen.
Die Stimmung steigerte sich von Nummer zu Nummer, was wohl hauptsächlich daran lag, dass die Jungs ihre bekanntesten Hit‘s aus den älteren Alben spielten. Wir kamen in den Genuss von No Fear, First Day und Justify. Der Drummer war total in seinem Element, der Gitarrist begeisterte mit großartigen Akkorden und Lauri scheint nach dem Burn Out seine Mitte wieder gefunden zu haben, auch wenn seine Stimme krankheitsbedingt etwas angeschlagen war. Die Band fühlte sich wohl, hatte Spaß und das übertrug sich auf das Publikum.
Nach einigen Tracks vom neusten Sampler The Rasmus, die wohlbemerkt wirklich live wesentlich mehr Abrockcharakter besitzen, überraschten die Finnen mit einer großartigen Acousticperformance. Kameras wurden gezückt, Videos gedreht - die Fans waren begeistert.

Weiter ging es mit End of The Story, In My Life und Falling. Als die ersten Akkorde zu In The Shadows angestimmt wurden, erreichte das Konzert schließlich seinen Höhepunkt. Spätestens jetzt wurde auch in den allerletzten Reihen der Halle getanzt.
Als der Schlagzeuger Aki Markus Hakala schließlich nach dieser Nummer seine Drumsticks ins Publikum warf, brachen sogar kleine Teeniekämpfe darum aus. Auch der Bassist zeigte sich von einer ganz ungewohnten Seite. Speziell für die österreichischen Fans gab Eero Aleksi Heinonen den Song Edelweiss von Richard Rodgers zum Besten und entzückte mit einer ungeahnt sanften Stimme. Frontmann Lauri Ylönen wünschte noch allen Müttern alles Gute zum Muttertag.

Doch kein Konzert ohne Zugabe – auch dieses nicht. Mit Sky, Livin‘ In A World Without You und I’m A Mess gelang den Musikern noch der perfekte Abschluss einer tollen Konzertnacht, die mir noch einige Zeit sehr positiv in Erinnerung bleiben wird.

So skeptisch ich auch auf diesen Gig gegangen bin, nachdem ich das aktuelle Album der Alternativrocker gehört hatte, umso begeisterter und versöhnter verließ ich die Arena wieder – damit war ich sicher nicht allein. The Rasmus hat es also doch noch drauf! 

Setlist:

Stranger
No Fear
First Day
Time To Burn
Justify
You Don’t See Me
Friends Don’t Do Like That
Ghost Of Love
Guilty
Save Me
My Immortal

Acoustic

End Of The Story
In My Life
Falling
In The Shadows

Zugabe:

Sky
Livin‘ In A World Without You
I’m A MessThe Rasmus Arena Wien 13.05.2012 Konzertbilder Konzertreview

Bildmaterial vom Konzert findet ihr wie immer auf unserer Homepage.