Xavier Rudd Bobby Alu live Konzert Wien Arena 27.April 2016 Österreich Austria Konzert Konzertreview Konzertbericht Bilder Fotos

Während gestern - am 27.04.2016 - der Winter draußen wütete, konnte man sich am Abend Herz und Seele in der Wiener Arena von Mister Xavier Rudd himself wärmen lassen. Begleitet wurde er von Bobby Alu, einem australischem Reggaesternchen mit samoanischen Wurzeln.

Bobby Alu

Bobby Alu, Sänger und leidenschaftlicher Percussionist, fungierte an diesem Abend als Voract, sowie als Schlagzeugbegleitung bei Xavier Rudds Auftritt. Mit einer sehr erfrischenden und herzlichen Show begeisterten er und seine Ukulele den sich zunehmend füllenden Saal. Bobby Alu’s Musik ist eine leichte und angenehme Mischung aus Reggae, Afro und Soul, zeitweise mit einer Prise Blues angereichert. Damit war ein sehr harmonischer Übergang zur Show von Xavier Rudd geschaffen, dessen Musik sich wohl am ehesten in die Kategorie Indie/Soul/World Music packen lässt. Aber ganz ehrlich: Braucht Musik ein Genre? Musik will nicht in Schubladen verschwinden, sie möchte einfach nur gehört und gefühlt werden…

Berührt und abgeholt

Der australische Multi-Instrumentalist betrat barfuß und gewohnt gechillt die Bühne. Sein Outfit: eine blaue Latzhose, Federn um den Hals und eine Lap Steel Gitarre! Authentischer kann man seinen Lebensstil wohl nicht mehr auf der Bühne präsentieren. Der Musiker steht von jeher für Spiritualität, für den Gedanken, dass alles Eins ist und natürlich für unsere Verbundenheit mit Mutter Erde. Das spiegelt sich in seinen Songs wider, wie auch in seinen Konzerten.
Das erwartungsvolle Publikum - die Show war übrigens, wie in vielen Städten, ausverkauft - ließ sich gleich mit dem ersten Ton ergeben und berührt von Xavier Rudd abholen. Selten hab ich auf einem Konzert eine so harmonische, dankbare und liebevolle Atmosphäre wahr nehmen dürfen, wie auf diesem. Mit jedem Song schien dieser Künstler mehr und mehr die wie in Trance tanzende Menge zu vereinen. Die Setlist bestand aus einer bunten Mischung seiner aktuellsten Titel vom Album Nanna und einigen älteren Nummern, wie beispielsweise Follow the Sun und Spirit Bird. Als besondere Einlage gab es auch noch eine Cover Version von Bob Marley's No Woman No Cry. Rudd machte selbstverständlich auch seinem „Titel“ als Multi-Instrumentalist alle Ehre, indem er von der Lap Steel zur E-Gitarre und dann zur Halbakustik wechselte. Außerdem brachte er immer wieder eine Mundharmonika und ein Didgeridoo mit ein. Passende Soundeffekte und die ausgefeilte Lichtshow rundeten das ganze Spektakel perfekt ab.
An diesem Konzert gibt es absolut nichts rumzumeckern. Naja ok, außer vielleicht mal wieder am Wiener Publikum: Bitte, wieso hat ihm denn niemand bei dem Song Flag mit einer Fahne den Rücken gestärkt!?
Zzzzz, ja, ja, meine Fahne hat ihm auch von meinem Vorzimmer aus zugeweht ;-)

Aus technischen Gründen findet ihr die Fotos vom gestrigen Konzert diesmal auf der Flickr-page von Andreas Polster.

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