Andreas Doraus Album klingt nach dreißig Jahren noch immer „Neu!“

Am 23.08.2024 erschien Andreas Doraus 1994er Kultalbum „Neu!“ in einer exklusiven „30th Anniversary“-Edition – erstmals als auf 500 Exemplare strikt limitierte, vom Künstler höchstpersönlich signierte, gelbe Doppel-Vinyl, inkl. zwei bislang komplett unveröffentlichten Remixen aus der damaligen Zeit und parallel auch erstmalig digital bei allen Streaming-Diensten.

Er säte „Blumen und Narzissen“, besang „das kleine Stubenmädchen“, sympathisierte offen mit der „Demokratie“ und bekam schließlich „Ärger mit der Unsterblichkeit“: Andreas Dorau (Jahrgang 1964) musste einen langen Weg gehen, um „Neu!“ anfangen zu können.
Vorbei die Zeiten, als Andreas Dorau mit seinen Marinas als alternativer Schlagersänger auf derer Jahre gerade Bildfläche erschien (Ewiger Hit: „Fred vom Jupiter“, 1980). Sein damaliges Label AtaTak erfand Anfang der 80er Jahre grade eine ganz eigene Bildsprache, zum größten Teil mit Hilfe elektronischer Mittel. Dort kam Dorau erstmals in Berührung mit Synthesizern, Sequencern und Samplern.
1987 dann der Neubeginn: Die „Demokratie“ entsteht. Aber die musikalischen Mittel erscheinen Dorau unzugänglich, zu altmodisch.
Das Jahr 1988 markiert die Wende: Acid-House explodiert, zuerst in London, bald überall. Dorau ist mit von der Partie, veröffentlicht seitdem gemeinsam mit Elektronik-Spezialist Tommi Eckart eigene House-Tracks unter abenteuerlichen Pseudonymen: Van Gogh Posse, Picasso Melody Five usw. „Mir gefiel bei Acid-House, dass jeder mitmachen konnte, so ähnlich wie bei Punk.“
1994: Vor uns steht ein Andreas Dorau, der sich endgültig neu erfunden hat. Er ist mit sich selbst im Reinen, und die neuen Stücke reflektieren genau das. Erheitert reimt sich auf gescheitert und auch sonst trennen Doraus Texte und Gesangs-Samples Welten vom kopierten Ghetto-Slang deutscher Hip-Hopper.
Dies schrieb Hans Nieswandt (Whirlpool Productions) vor genau 30 Jahren zum Original-Release des „Neu!“-Albums. Soweit der Text – im Großen und Ganzen, und so wie die Platte auch, hat er seine volle Gültigkeit bewahrt.

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