Salzburger Festspiele
Die Salzburger Festspiele sind weit über die österreichischen Landesgrenzen hinaus bekannt und gelten als DAS Festival für Musik, Oper und Schauspiel.
Während sechs Wochen finden unzählige Aufführungen an unterschiedlichen Spielstätten statt. Seit 1920 wird Salzburg im Juli und August zur Kulturhauptstadt und verzaubert das Publikum immer wieder aufs Neue. Die historischen Spielstätten verleihen den Aufführungen eine ganz besondere Note und tragen zum einzigartigen Charakter der Salzburger Festspiele bei.

Salzburger Festspiele von 17. Juli bis 30. August
Die Salzburger Festspiele 2026 gehen nach den bereits abgeschlossenen Pfingstfestspielen nun in den Festspielsommer. Das Sommerprogramm läuft von 17. Juli bis 30. August 2026. Im Zentrum stehen Oper, Schauspiel und Konzert – darunter „Jedermann“, mehrere große Opernproduktionen und die „Ouverture spirituelle“ unter dem Titel „Miserere“.
Die künstlerische Lage hat sich 2026 auch organisatorisch verändert: Karin Bergmann ist Interimsintendantin, Kristina Hammer Präsidentin und Lukas Crepaz kaufmännischer Direktor. Markus Hinterhäuser ist für die künstlerische Konzeption 2026 ausgewiesen.
„Jedermann“ 2026: Philipp Hochmair bleibt, Roxane Duran ist Buhlschaft
Der „Jedermann“ bleibt auch 2026 einer der großen Publikumsmagnete der Salzburger Festspiele. Die Wiederaufnahme läuft von 18. Juli bis 25. August 2026 mit 15 Vorstellungen am Domplatz. Die Kartenpreise liegen bei 10 bis 205 Euro.
In der Besetzung bleibt Philipp Hochmair als Jedermann. Roxane Duran übernimmt die Buhlschaft, Daniela Ziegler spielt Jedermanns Mutter, Sylvie Rohrer ist in der Doppelrolle Ein armer Nachbar / Werke zu sehen.
Opernprogramm 2026: „Carmen“, „Così fan tutte“ und „Ariadne auf Naxos“
Das Opernprogramm 2026 setzt auf bekannte Titel und markante Regiehandschriften. Zu den zentralen Produktionen zählen Georges Bizets „Carmen“, Mozarts „Così fan tutte“, Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“, Olivier Messiaens „Saint François d’Assise“, Rossinis „Il viaggio a Reims“, Mozarts „Lucio Silla“, Massenets „Werther“, Pascal Dusapins „Passion“ und Henzes „Der Prinz von Homburg“.
Besonders prominent ist „Carmen“ im Großen Festspielhaus: Die Produktion läuft von 26. Juli bis 26. August 2026, die Kartenpreise reichen von 35 bis 485 Euro. Auch „Così fan tutte“ ist im Großen Festspielhaus angesetzt, ebenfalls mit Preisen von 35 bis 485 Euro.
Schauspiel 2026: Jelinek, Handke, Molière und „Faust I“
Im Schauspiel stehen 2026 mehrere starke Stoffe auf dem Programm. Neben dem „Jedermann“ sind unter anderem Elfriede Jelineks „Unter Tieren“, Peter Handkes „Schnee von gestern, Schnee von morgen“, Molières „Der Menschenfeind“, Wajdi Mouawads „Europa“ und Goethes „Faust I“ Teil des Programms. Die Salzburger Festspiele stellen das Programm 2026 unter Motive wie Liebe, Selbstsuche, Endlichkeit, gesellschaftliche Verwerfungen und die Spannung zwischen Gefühl und Vernunft.
Eröffnung 2026 mit Maria Kalesnikava
Die offizielle Eröffnung der Salzburger Festspiele 2026 findet am 26. Juli 2026 um 11:00 Uhr in der Felsenreitschule statt. Die Festrede hält Maria Kalesnikava, belarussische Bürgerrechtlerin, Musikerin, Ehrenprofessorin der Universität Salzburg und Ehrendoktorin der Kunstuniversität Graz.
Einzigartige Kulisse
Neben den aufgeführten Darbietungen sind die einzelnen Austragungsstätten genauso sehenswert. Die unterschiedlichen Bauten und Standorte haben den Zuschauern einiges zu bieten.
Austragungsstätten der Salzburger Festspiele
Die zentralen Austragungsstätten bilden zusammen den Festspielbezirk, dieser umfasst:

Mit den Jahren mussten die Standorte zudem erweitert werden, da das Programm immer umfangreicher wurde. Die genaue Anzahl der Standorte variiert aber jedes Jahr. Der Festspielbezirk wird für die Festspiele noch mal extra herausgeputzt und zeigt sich von seiner schönsten Seite.
Auch die Gastronomie zieht mit und öffnet ihre Cafés und Restaurants für die Besucher in der Regel etwas länger. Schließlich soll das einmalige Erlebnis und die spezielle Atmosphäre so lang wie möglich genossen werden.
Die Geschichte der Spielstätten
Um 1600 wurden auf diesem Gelände Stallungen erbaut, welche um 1662 durch eine Winterreitschule ergänzt wurden. Nachdem die Gebäude im 19. Jahrhundert als Kavalleriekaserne genutzt wurden, konnten sie ab 1925 in Etappen für die Salzburger Festspiele umgenutzt werden.
Besondere Spielstätte
Eine ganz spezielle Spielstätte stellt der Domplatz dar. Seit der Gründung der Festspiele wird hier das Theaterstück „Jedermann“ aufgeführt. Es soll auch an die erste Aufführung im Jahr 1920 erinnern, als die Festspiele unter ärmlichen Verhältnissen stattgefunden haben und lediglich eine improvisierte Holzbühne vor dem Dom zur Verfügung stand.
Die einzelnen Darbietungen können die Zuschauer somit draußen wie drinnen genießen. Und dadurch die historischen Gebäude von innen betrachten oder sie als stilvoll eingebaute Kulisse auf sich wirken lassen. Beide Varianten haben ihren ganz eigenen Reiz.
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Dresscode
Bezüglich der Kleiderwahl sollten Sie darauf achten, dem Rahmen entsprechende Kleider zu wählen. Mit einem Anzug oder einem eleganten Kleid gehen Sie auf Nummer sicher. Aber auch Dirndl und Lederhosen gelten als angemessene Kleiderwahl.
Da die „Jedermann“ Aufführung im Freien stattfindet, empfiehlt es sich, die Kleiderwahl entsprechend anzupassen und falls nötig warme oder regenfeste Kleidung zu wählen. Wem längeres Sitzen Mühe bereitet, ist zusätzlich mit einem Sitzkissen gut bedient. Bei einem Opernbesuch kann es je nach Sitzkategorie hilfreich sein, ein Opernglas mitzubringen, um nichts zu verpassen. In den hinteren Reihen kann die Bühne etwas weit weg erscheinen und es lässt sich mit bloßem Auge nicht mehr alles eindeutig erkennen.

Anreise und Unterkunft
Da Salzburg sehr zentral gelegen ist, kann es sowohl per Zug, Bahn, Auto oder Flugzeug gut erreicht werden.
Vor Ort finden Sie ein vielfältiges Hotelangebot vom kleinen charmanten Boutique Hotel über bekannte Hotelketten bis hin zum kleinen Familienbetrieb. Auch kulinarisch soll es Ihnen an nichts fehlen. Salzburg ist bekannt für seine hervorragende Küche, insbesondere bei den Nachspeisen. Dazu gehören beispielsweise die weltberühmten Salzburger Nockerl.
Ticketkauf
Um sicherzugehen, dass Sie auch ein Ticket erhalten, sollten sie bereits im Jänner bestellt werden. Da diverse Vorstellungen sehr beliebt sind, können die Tickets nicht garantiert werden. Im März oder April wird man darüber informiert, ob man zu den Glücklichen gehört, welche die Tickets erwerben können.
Natürlich kann man sich auch noch spontan vor Ort dafür entscheiden, eine Aufführung zu besuchen, allerdings ist damit zu rechnen, dass sie zu diesem Zeitpunkt bereits ausverkauft ist.
Ticketpreise und -kategorien
Je nach Austragungsstätte und Aufführung stehen verschiedene Ticketkategorien zur Auswahl. In der Regel stehen Ihnen auch behindertengerechte Plätze zur Verfügung. Die Preisspanne liegt zwischen 20,- bis 455,- Euro.
Es handelt sich dabei jeweils um Sitzplätze. Nach Möglichkeit werden auch Stehplätze angeboten. Auf der Homepage der Salzburger Festspiele kann jeweils eine Liste mit sämtlichen verfügbaren Tickets eingesehen werden, welche laufend aktualisiert wird.
Für welche Kategorie Sie sich entscheiden, hängt von Ihren Präferenzen und Zielen ab. Möchten Sie das Geschehen möglichst hautnah miterleben und eine eingeschränkte Sicht genießen, sind Tickets direkt bei der Bühne empfehlenswert. Diese gehören natürlich zu den teuersten Tickets. Geht es Ihnen allerdings eher darum, einmal Teil dieses außergewöhnlichen Erlebnisses zu sein, um die Atmosphäre der Salzburger Festspiele zu erleben, reichen Tickets in den hinteren Reihen, welche deutlich günstiger sind.
