„Romeo & Julia – Liebe ist alles“ kommt 2027 nach Wien
Shakespeares berühmteste Liebesgeschichte trifft auf Popmusik, große Gefühle und den Sound von Rosenstolz: Das Erfolgsmusical „Romeo & Julia – Liebe ist alles“ gastiert vom 27. Jänner bis 7. Februar 2027 im MuseumsQuartier Wien. Die offizielle Österreich-Premiere findet am 28. Jänner 2027 um 19:30 Uhr statt. In Wien übernimmt Tom Neuwirth alias Conchita Wurst bei allen Vorstellungen die Rolle des Todesengels.
Nach dem großen Erfolg am Berliner Theater des Westens ist die Originalproduktion von Peter Plate und Ulf Leo Sommer erstmals auf Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wien bildet Anfang Februar 2027 den Abschluss der derzeit angekündigten Gastspiele.

Österreich-Premiere von „Romeo & Julia“ im MuseumsQuartier Wien
Das Wiener Gastspiel von „Romeo & Julia – Liebe ist alles“ beginnt am Mittwoch, dem 27. Jänner 2027, um 18:30 Uhr in der Halle E des MuseumsQuartiers. Die offizielle Österreich-Premiere folgt am Donnerstag, dem 28. Jänner 2027, um 19:30 Uhr.
Bis einschließlich 7. Februar 2027 stehen insgesamt 13 Vorstellungen auf dem Programm. Unter der Woche wird jeweils am Abend gespielt, an Samstagen und Sonntagen gibt es zwei Vorstellungen. Der Montag bleibt spielfrei.
Für die Wiener Aufführungsserie wurde zudem eine prominente Besetzung angekündigt: Tom Neuwirth alias Conchita Wurst verkörpert in sämtlichen Vorstellungen den Todesengel. Neuwirth war in dieser Rolle bereits bei zwölf ausverkauften Aufführungen im Berliner Theater des Westens zu sehen. Der Todesengel fungiert im Musical als erzählerische Leitfigur und präsentiert unter anderem den Song „So kalt der Tod“.
Shakespeare trifft auf modernen deutschsprachigen Pop
Die Handlung ist seit Jahrhunderten bekannt: Bei einem Maskenball in Verona begegnen einander Romeo und Julia. Sie verlieben sich, obwohl ihre Familien, die Montagues und die Capulets, miteinander verfeindet sind. Aus der heimlichen Beziehung entwickelt sich eine Geschichte über Liebe, gesellschaftliche Zwänge, Gewalt und eine junge Generation, die sich gegen die Regeln ihrer Eltern stellt.
Peter Plate und Ulf Leo Sommer übertragen den Stoff in ein modernes Musiktheater, ohne Shakespeares Sprache vollständig aufzugeben. Die Dialoge basieren auf der historischen Übersetzung von August Wilhelm Schlegel. Dieser klassische Text trifft auf neu komponierte Popsongs, große Ensemblepassagen und emotionale Arien.
Die Inszenierung versucht damit nicht, die Handlung einfach in die Gegenwart zu verlegen. Stattdessen begegnen einander unterschiedliche Epochen auf der Bühne: Sprache und Kostüme greifen auf historische Vorbilder zurück, während Musik, Choreografie, Licht und Erzähltempo deutlich von der Gegenwart geprägt sind.
Im Zentrum steht eine Julia, die leidenschaftlich, furchtlos und selbstbestimmt auftritt. Romeo wird als verletzlicher junger Mann gezeichnet, während Mercutio eine größere emotionale Tiefe erhält. Auch die Amme ist mehr als eine komische Nebenfigur: Als Vertraute und Ratgeberin steht sie Julia zur Seite und bringt zugleich Humor in die tragische Geschichte.



Fotos: Sunstroem
„Liebe ist alles“ von Rosenstolz wird zum Titelsong
Die musikalische Handschrift von Peter Plate und Ulf Leo Sommer ist in der gesamten Produktion präsent. Neben eigens für das Musical geschriebenen Liedern erklingen bekannte Songs aus dem Werk von Rosenstolz. Der Hit „Liebe ist alles“ gibt der Show ihren Titel und wird zum musikalischen Leitmotiv der Geschichte.
Dadurch bewegt sich die Partitur zwischen Musical, Popkonzert und dramatischem Musiktheater. Die Musik begleitet nicht nur die Handlung, sondern macht die inneren Konflikte der Figuren hörbar: Julias Wunsch nach Freiheit, Romeos Verletzlichkeit, Mercutios Gefühle und die bedrohliche Präsenz des Todesengels erhalten jeweils einen eigenen musikalischen Ausdruck.
Die Verbindung mit Rosenstolz ist dabei mehr als ein nostalgischer Verweis. Die bekannten Lieder werden in den dramatischen Zusammenhang integriert und erhalten durch die Shakespeare-Handlung eine neue Bedeutung. Das Musical richtet sich damit sowohl an Musical-Fans als auch an ein Publikum, das mit der Musik von Rosenstolz aufgewachsen ist.
Zwischen Liebestragödie, Popkonzert und Komödie
Obwohl „Romeo und Julia“ zu den bekanntesten Tragödien der Literaturgeschichte zählt, setzt die Produktion nicht ausschließlich auf Pathos und Trauer. Peter Plate beschreibt das Stück auch als Komödie mit widersprüchlichen Figuren und den großen Themen Liebe, Sexualität und Tod.
Gerade die Mischung aus Humor, Leidenschaft und drohender Katastrophe soll die Fallhöhe der Geschichte vergrößern. Leichtere Momente rund um die Amme, Mercutio und das Leben in Verona stehen neben gewaltsamen Konflikten und der tragischen Entwicklung der Liebesgeschichte.
Die Inszenierung arbeitet dafür mit temporeichen Szenenwechseln, modernen Choreografien und einem stark atmosphärischen Lichtdesign. Kostüme im Stil des elisabethanischen Zeitalters treffen auf eine heutige Bühnenästhetik. Auf diese Weise entsteht keine historisch detailgetreue Rekonstruktion Veronas, sondern eine bewusst stilisierte Welt zwischen Shakespeare-Theater, Pop und Gegenwart.
Laura Schatz und Mats Visser spielen Julia und Romeo
In der Tourneeproduktion übernimmt Laura Schatz die Rolle der Julia. Die Absolventin der Theaterakademie August Everding war bereits bei der Berliner Wiederaufnahme des Musicals im Ensemble und als Cover für Julia engagiert, bevor sie die Hauptrolle übernahm.
Romeo wird von Mats Visser gespielt. Auch er studierte an der Theaterakademie August Everding und verkörperte die Figur bereits 2025 am Theater des Westens. Beatrice Reece ist als Amme zu sehen, Cedric Schröter spielt Mercutio und Christian Bock übernimmt die Rolle des Tybalt.
Zur weiteren Besetzung gehören Pascal Cremer als Pater Lorenzo, Dominik Räk als Benvolio, Sophie Mefan als Lady Capulet und Fredy Kuttipurathu als Lord Capulet. Tom Neuwirth alias Conchita Wurst ergänzt das Ensemble in Wien als Todesengel. Die aktuelle Tourneebesetzung ist auf der offiziellen Musicalseite angeführt.
Das Kreativteam hinter „Romeo & Julia – Liebe ist alles“
Peter Plate und Ulf Leo Sommer zeichnen für Musik, Liedtexte und Produktion verantwortlich. Das Duo arbeitet seit Anfang der 1990er-Jahre zusammen und prägte maßgeblich den Sound von Rosenstolz. Zu den bekanntesten Liedern der Band zählen „Ich bin ich“, „Gib mir Sonne“ und „Liebe ist alles“.
Darüber hinaus schrieben und produzierten Plate und Sommer Songs für Künstler:innen wie Sarah Connor, Max Raabe, Patricia Kaas, Melanie C, Annett Louisan und Helene Fischer. Auch Filmmusik gehört zu ihrem Schaffen, darunter Lieder für die „Bibi & Tina“-Produktionen.
Im Musiktheater machten sich die beiden mit den Musicaladaptionen „Ku’damm 56“ und „Ku’damm 59“ einen Namen. Neben „Romeo & Julia – Liebe ist alles“ entstand außerdem das Bühnenprojekt „Die Amme“, das die bekannte Geschichte aus der Perspektive von Julias Vertrauter weitererzählt.
Regie bei „Romeo & Julia – Liebe ist alles“ führte Christoph Drewitz. Die Choreografie entwickelte Jonathan Huor, der für seine Arbeit mit dem Deutschen Musical Theater Preis ausgezeichnet wurde und bereits mit internationalen Künstler:innen wie Pink, Grace Jones und Lang Lang zusammenarbeitete.
Das Lichtdesign stammt von Tim Deiling, der bereits für einen Tony Award nominiert war. Andrew D. Edwards verantwortet das Kostüm- und Bühnenbild und fungiert zugleich als Co-Regisseur. Peter Plate und Ulf Leo Sommer werden auf der offiziellen Produktionsseite als Autoren, Produzenten und musikalische Schöpfer des Musicals geführt.
Mehr als 500.000 Besucher:innen in Berlin
Seine Uraufführung feierte „Romeo & Julia – Liebe ist alles“ im März 2023 im Theater des Westens in Berlin. Nach einer ersten Spielzeit kehrte das Musical 2025 auf die Bühne zurück und war dort bis 22. Februar 2026 zu sehen.
Nach aktuellen Angaben der Produktion besuchten mehr als 500.000 Menschen die Berliner Vorstellungen. Damit übertrifft der endgültige Stand die zunächst kommunizierte Marke von 400.000 Besucher:innen. Die offizielle Musicalseite nennt mittlerweile mehr als 500.000 Besucher:innen.
Am 12. August 2026 startete das Musical seine erste große Tournee. Der Auftakt erfolgte beim 37. Kölner Sommerfestival in der Philharmonie. Anschließend übersiedelte die Produktion für mehrere Wochen in das Capitol Theater Düsseldorf.
Weitere Stationen sind München, Zürich, Frankfurt, Duisburg, Baden-Baden und Bremen. Das Gastspiel im MuseumsQuartier Wien vom 27. Jänner bis 7. Februar 2027 ist der derzeit letzte angekündigte Tourneestopp. Die aktuellen Tourtermine sind beim offiziellen Ticketanbieter veröffentlicht.
Termine für „Romeo & Julia“ in Wien
In der Halle E des MuseumsQuartiers wird dienstags und mittwochs um 18:30 Uhr gespielt. Die Vorstellungen am Donnerstag und Freitag beginnen jeweils um 19:30 Uhr. Samstags stehen Aufführungen um 15:00 und 19:30 Uhr auf dem Programm, sonntags um 14:30 und 19:00 Uhr.
Die offizielle Österreich-Premiere findet am 28. Jänner 2027 um 19:30 Uhr statt. Zuvor gibt es bereits am 27. Jänner 2027 um 18:30 Uhr eine Vorstellung. Der letzte Wiener Spieltag ist der 7. Februar 2027 mit zwei Aufführungen.
„Romeo & Julia – Liebe ist alles“ im Überblick
Spielort: MuseumsQuartier Wien, Halle E
Gastspiel: 27. Jänner bis 7. Februar 2027
Österreich-Premiere: 28. Jänner 2027, 19:30 Uhr
Sprache: Songs und Dialoge auf Deutsch
Eintritt: ab 59,99 Euro zuzüglich Gebühren der Vorverkaufsstelle
Vorverkauf: online über oeticket.com sowie bei den bekannten Vorverkaufsstellen
Informationen: Offizielle Website von „Romeo & Julia – Liebe ist alles“
