Das war Lido Sounds: Rückblick auf das Donauufer-Festival 2023 bis 2025
Lido Sounds war ein urbanes Open-Air-Festival am Urfahrmarkt – direkt am linken Donauufer, zwischen Nibelungenbrücke und VOEST-Brücke. Gespielt wurde (je nach Ausgabe) auf zwei Bühnen, die Programmidee setzte auf internationale Headliner und Acts aus Österreich – ergänzt um Food-Angebote und Infrastruktur mitten in der Stadt. Camping gehörte nicht zum Konzept; übernachtet wurde in Linz und Umgebung.
Nach der Premiere 2023 folgte 2024 eine Fortsetzung mit zusätzlichem Opening-Tag. 2025 ging das Festival in Linz in die dritte Runde – und blieb vorerst auch die letzte Ausgabe am Donauufer: Für 2026 wurde kein weiteres Lido Sounds in Linz angekündigt.

LIDO SOUNDS Festival – Ein Rückblick
Lido Sounds 2023: Premiere mit Pop-Gigant:innen und Gitarren-Highlights
Zum Auftakt von 16. Juni 2023 bis 18. Juni 2023 setzte das Festival gleich ein Ausrufezeichen: Florence + The Machine führte den Freitag an – flankiert von Acts wie alt-J, Interpol, Arlo Parks, Anna Calvi, Giant Rooks, Danger Dan, Avec und My Ugly Clementine.
Am Samstag wurde es deutlich rockiger und deutschsprachiger: Die Toten Hosen standen ganz oben, dazu kamen Wanda, Beatsteaks, Juju, Großstadtgeflüster und SDP – ein Tag, der inhaltlich von Festival-Party bis klarer Haltung alles abdeckte.
Der Sonntag gehörte dann den großen Namen aus Rap und Pop: Peter Fox als Zugpferd, dazu Cro und Apache 207 – ergänzt um internationale Kanten wie Phoenix, Viagra Boys, Sleaford Mods und Ashnikko.
Lido Sounds 2024: Vier Tage, zwei Bühnen – von Kings of Leon bis Deichkind
2024 legte Lido Sounds nach und verlängerte: Der zusätzliche Opening-Tag am 27. Juni 2024 brachte gleich große Festival-Energie ans Ufer – mit Kings of Leon als Headliner und starken Namen wie The Kooks und Milky Chance davor.
Am Freitag (28. Juni 2024) trafen internationale Stimmen und Crowd-Momente aufeinander: Parov Stelar und Hozier prägten die Main Stage, während Deichkind auf der zweiten Bühne das Kontrastprogramm lieferte – dazwischen u. a. Benjamin Clementine, Gossip, Leoniden und Texta.
Der Samstag (29. Juni 2024) war ein Paradebeispiel für die stilistische Bandbreite: Kraftklub und K.I.Z als große Zugnummern, dazu 01099 – und auf der zweiten Bühne ein starker Block aus Nina Chuba, OG Keemo und Bibiza.
Am Sonntag (30. Juni 2024) schlug das Line-up die Brücke zwischen Pop und Post-Punk-Energie: Sam Smith als Abschluss auf der Main Stage, davor Editors und The Streets. Parallel setzte die zweite Bühne auf Gitarren- und Moshpit-Potenzial mit The Libertines, Idles und The Hives.
Lido Sounds 2025: AnnenMayKantereit, Justice und RAF Camora als Publikumsmagnet:innen
Die dritte Ausgabe lief von 27. Juni 2025 bis 29. Juni 2025 – und zeigte noch einmal sehr klar, wofür Lido Sounds stand: große Namen, starke Tagesdramaturgie und ein Mix aus internationalen Acts und österreichischen Fixsternen.
Der Freitag gehörte AnnenMayKantereit, mit Parcels und Beatsteaks als zusätzliche Live-Garanten – und Kenya Grace als moderner Pop-Impuls im Programm.
Am Samstag zog Justice als elektronisches Schwergewicht die Aufmerksamkeit auf sich, dazu kamen Jeremias und der internationale Reizpunkt Ca7riel & Paco Amoroso – ergänzt um heimische Stimmen wie Uche Yara und Mira Lu Kovacs.
Der Sonntag setzte auf deutschsprachige Zugkraft: RAF Camora als Headliner, dazu Ski Aggu und Badmómzjay – mit Kreiml & Samurai als markanter Wien-Block im Tagesverlauf.
Was vom Line-up bleibt: Eine klare Handschrift – und ein (vorläufiges) Ende in Linz
Rückblickend wirkten alle drei Jahrgänge wie Variationen derselben Idee: internationale Headliner als Anker, dazwischen viel Gegenwart – von Indie und Rock bis HipHop und Pop – und immer wieder bewusst Raum für österreichische Künstler:innen. Nach 2025 ist in Linz allerdings Schluss: Für 2026 wurde kein weiteres Lido Sounds angekündigt.
