Verkaufsstand auf dem Festival: Tipps für die Planung

In Österreich finden jedes Jahr zahlreiche Festivals statt, auf denen Verkäufer ihre Waren anbieten. Wer glaubt, dass er das passende Produkt für ein solches Ereignis hat, kann einer davon werden. Allerdings kommt der Erfolg nicht von allein, sondern ist hauptsächlich von einer guten Vorbereitung abhängig.

Worauf es bei der Planung ankommt

Natürlich darf in Österreich nicht einfach jeder einen Verkaufsstand auf einem Festival betreiben. Vorher sind entsprechenden Anmeldungen bei den zuständigen Behörden vorzunehmen. Darüber hinaus sollte sich der Standbetreiber über seine steuerlichen Pflichten im Klaren sein.

Erst wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, sollte die weitere Planung in Angriff genommen werden. Diese umfasst die Auswahl eines geeigneten Verkaufsstands, die Gestaltung des Standes inklusive der Präsentation der Waren und vieles mehr.

Ein wetterfester Verkaufsstand ist Pflicht

Auch wenn die meisten Festivals im Sommer stattfinden, kann das Wetter plötzlich umschlagen. Deswegen sollten sich Betreiber von Verkaufsständen unbedingt auf Starkregen und Wind vorbereiten.

Ein regenfestes Dach sowie bei Bedarf montierbare Seitenwände bieten einen guten Basisschutz. Zusätzlich sollte die Möglichkeit bestehen, den Stand effizient vor Wind zu schützen. Dafür bieten sich zum Beispiel Gewichte zum Beschweren an. Fliegt der Verkaufsstand davon, ist es auch mit dem Geschäft vorbei.

Gepflegte Optik und eine gute Übersicht

Eine ansprechende und übersichtliche Präsentation der Waren ist immer von Vorteil. Gut sichtbare Preise und ein Sortiment, das insgesamt aufeinander abgestimmt ist, wirken positiv auf die Kunden. Auch kleine Schilder mit Informationen zu den Produkten sind unter Umständen angebracht. Um zusätzliche Aufmerksamkeit zu erregen, kann der Verkaufsstand mit einem bunten Werbebanner geschmückt werden.

So hebt er sich ein wenig von der Konkurrenz ab. Wer seine Produkte auch außerhalb von Festivals verkauft, legt am besten einen Flyer mit allen notwendigen Informationen aus. Dort lässt sich auch gut ein QR-Code aufdrucken, der den Kunden direkt zum Online-Shop führt.

Was sich gut auf einem Festival verkaufen lässt

Verkaufsstände auf Festivals haben oft einen hohen Umsatz. Denn die Besucher können nicht viel mit auf das Gelände nehmen und sind dementsprechend auf das Angebot angewiesen, das es vor Ort gibt.

Food-Stände kommen deswegen immer gut an. Pizza, Crêpes, Bratwurst, Pommes frites oder Burger sind also eine lukrative Idee. Doch auch folgende Dinge sind eine Überlegung wert:

  • Hochwertige Naturkosmetik
  • Stofftaschen mit passendem Design zur Veranstaltung
  • Selbstgemachter Schmuck

Damit das Produkt von den Besuchern angenommen wird, sollte es an das Thema des Festivals angepasst sein. Auf einem Rock-Festival wie dem Nova Rock lässt sich Hippie-Schmuck wahrscheinlich weniger gut verkaufen. Dafür könnten aber Nietenarmbänder ein echter Hit sein.

Darüber hinaus sind Verkaufsstände oft erfolgreich, wenn sie das anbieten, was die Festivalbesucher gerade nicht haben, aber unbedingt brauchen. Dazu gehören zum Beispiel Sonnenbrillen, Regenponcho, Deo und andere praktische Kleinigkeiten. Wer seine eigene Kunst verkaufen möchte, kann zusätzliche Kunden anlocken, indem er solche funktionalen Dinge ebenfalls anbietet.

Rechtliche Vorschriften beim Verkauf beachten

Wer einen Verkaufsstand auf einem Festival eröffnet, kann eine ganze Menge von Waren dort verkaufen. Allerdings sollten dabei unbedingt die aktuellen Gesetze beachtet werden. Auf keinen Fall ist es erlaubt, Waffen oder Munition auf einem Festival anzubieten.

Auch das Urheberrecht sollten ehrgeizige Verkäufer nicht vergessen. Wer bedruckte Stofftaschen oder T-Shirts verkaufen will, sollte stets seine eigenen Designs verwenden. Sonst kann es nachträglich jede Menge Ärger geben. Beim Verkauf von Speisen sind hingegen die Hygiene-Vorschriften einzuhalten.

Betreiber von Verkaufsständen sollten sich außerdem immer beim Veranstalter des Festivals sowie bei der jeweiligen Gemeinde rückversichern, dass sie ihre Waren verkaufen dürfen.

Viele Zahlungsmöglichkeiten anbieten

Um möglichst viele Kunden zu erreichen, ist es sinnvoll, auch Kredit- und Girokarte zu akzeptieren. Verkäufer sollten sich also frühzeitig ein Kartenlesegerät zulegen und dieses vorab ausgiebig testen, sodass es am Tag des Festivals dann auch wirklich einwandfrei funktioniert. Wer nur Barzahlung anbietet, verliert dadurch womöglich gut zahlende Kundschaft.

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